PRESSEKOMMUNIQUÉ
ZUR ERÖFFNUNG, SEPTEMBER 2007
Das bereits grosse Angebot an Kunst- und Musikanlässen in der Stadt Rapperswil-Jona wird um eine Idee reicher: In einem privaten Kellerraum eines neuen Hauses in Kempraten wird eine Plattform eingerichtet, die sich mehrmals jährlich mit Ausstellungen oder Konzerten dem interessierten Publikum öffnet. Dabei soll - nicht zuletzt - ein reger Austausch zwischen den Künstlern/Musikern und der Bevölkerung in einer ungezwungenen Atmosphäre gefördert werden. Die Vernissage findet am 21. September statt. Adriana und Yasar Deger, die Initianten dieser Serie von Anlässen, welche in loser Folge fortgesetzt werden, taufen dann ihre verkörperte Idee, «Kulturparkett» (http://www.kulturparkett.ch/).
Der Hauptakteur dieser ersten Ausstellung ist der Rapperswiler Künstler Martin Arnold Rohr, welcher überregional bekannt ist. Für seine grossformatigen abstrakten Bilder wählt der Künstler bewusst keine Titel. Rohr fokussiert in der Malerei nicht den mit Farbe oft allzu leicht erzeugten Effekt, sondern die Emotion – wohl wissend, dass ihre Wirkung in besonderem Masse von der Stimmung, der Gestimmtheit derer abhängt, die sie betrachtet. Dementsprechend zeugen seine Werke von einer auffälligen Zurückhaltung und laden den Beobachter zur aktiven philosophischen Auseinandersetzung mit den meist vielschichtigen Schattierungen ein. Bei seinem Arbeitsprozess Schicht um Schicht bleibt das Alte, das Gewesene sichtbar und wird Teil des Neuen. In den Bildern Martin Arnold Rohrs erkennt man immer wieder Formen, welche manchmal subtil, manchmal als geladenes Spannungsgefüge und manchmal ganz konkret als ineinander greifende geometrische Figuren in Erscheinung treten. Dazwischen stellen sich nicht lesbare Schriftzüge wie von selber ein – sowie Zahlen, die, wie Botschaften aus einer anderen Welt, einen vorerst geheimen Sinn zu vermitteln scheinen. In einigen Bildern erinnern facettenreiche erdige Töne an die Natur, während sich intensivere Farben fast immer dem vorherrschenden Schwarz-Weiss mit all seinen nuancierten Zwischenstufen unterordnen. Die Ergebnisse von Rohrs Kunstschaffen sind Quellen neuer Gefühle und Energien und werden bestimmt bei vielen KunstliebhaberInnen Gefallen finden (http://www.martin-arnold-rohr.com/).
Gleichzeitig stellt Meral
Deger aus Istanbul ihre Schmuck- und Glasobjekte
im «Kulturparkett» aus. Diese ist bereits
ihre vierte Ausstellung in der Schweiz. Die Designerin
stellt sich immer wieder der Herausforderung, im Schmuckdesign
etwas Neues zu kreieren, und arbeitet mit Vorliebe themenbezogen.
Diesmal liess sie sich von den Reichtümern der
Natur inspirieren. Ihre neuen Kreationen bilden die
Kollektion «Natur». Die
unendliche Formenpalette der Natur reflektiert sich
in den schwungvollen Linien der Schmuckstücke und
Glasobjekte. Meral Degers Werke zeichnen sich durch
edle Verarbeitungsqualität und zeitlose Eleganz
aus. Sie zeigen eindrücklich die Einheit und Harmonie
in der Vielfalt. In Details platziert die Künstlerin
hie und da fremde Elemente aus früheren Kulturepochen,
welche verblüffend in das Gesamtbild des jeweiligen
Objekts passen. Die Schmuckstücke sind Unikate.
Sie sind hauptsächlich aus Gold, Silber und Email
gefertigt. Als Ergänzung werden auch Materialien
wie Perlen, Textil, Spiegel und Glas eingesetzt.
Meral Deger studierte Graphisches Design an der DGSA
(Staatlichen Akademie der Bildenden Künste) in
Istanbul. Später bildete sie sich in namhaften
Ateliers in der Goldschmiedekunst weiter. Seit mehreren
Jahren befasst sie sich intensiv mit Schmuckkreationen
und erteilte auch zeitweise Design-Unterricht an der
Istanbuler Yildiz Universität. Die vielfach preisgekrönte
Künstlerin erhielt unter anderem zweimal (1997
und 1998) den Design-Preis «World Gold Council
Award». Sie absolvierte auch eine Ausbildung in
Glasverarbeitung und ist heute bei der Glashütte
Istanbul, einer privaten Stiftung mit internationaler
Ausstrahlung, als Designerin tätig (http://www.meraldeger.com/).

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